Mann malt im Garten

Perspektivwechsel: Weg von alten Positionen hin zu neuen Perspektiven

Ungewöhnliche Maßnahme hilft Langzeiterwerbslosen den Blickwinkel zu ändern. Malen gegen Angst, Hoffnungslosigkeit und für eine neue Perspektive!

Landschaften, motivierenden Sprüche mit Verzierungen, galoppierende Pferde und Mickey Mouse waren die Ergebnisse einer zweimonatigen Projektarbeit im Rahmen einer Maßnahme im GFN-Trainingscenter Viernheim. Zwei Monate lang trafen sich 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am östlichen Stadtrand von Viernheim zum gemeinsamen Malen. Das Motto dieses besonderen Mal-Workshops lautete: Perspektivwechsel: Weg von alten Positionen hin zu neuen Perspektiven. So kam es, dass Teilnehmende – neben ihrer psychologischen Beratung – in Bildern verarbeiteten, was ihnen auf der Seele lag und eigenständig neue Perspektiven für ihr Leben entwickelten.

 

„In einem wertschätzenden, aufbauenden und respektvollen Umgang miteinander bekamen die Teilnehmenden Unterstützung, um die eigenen inneren und äußeren Prozesse wahrzunehmen, Hindernisse auf kreative Weise zu erkennen, Arbeitsprozesse in Gang zu setzen und eigene neue Entscheidungen zu treffen und umzusetzen.“

Kerstin Hüfner, Fachliche Leitung  M&I-Maßnahmen sowie Coach der GFN, über das Projekt Perspektivwechsel.

 

Hoffnung statt Angst

Ziel dieser ungewöhnlichen Maßnahme war es, die Teilnehmenden dabei zu unterstützen, ihre Zukunft aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten. Kerstin Hüfner, fachliche Leitung der Maßnahme, und ihr Team stellten begeistert fest, dass im Rahmen des Projektes Selbstverurteilung der Selbstannahme wich, Ausweglosigkeit der Lösungsorientierung Platz machte und Perfektionismus Raum für Gelassenheit gab. „Dank dieses besonderen Projektes konnten alle Teilnehmenden Ängste und Hemmungen abbauen und stattdessen Hoffnung, Neuorientierung und Verantwortung gegenüber sich selbst entwickeln“, erklärt eine Coachin begeistert.

 

Der Maler soll nicht bloß malen, was er vor sich hat, sondern auch was er in sich sieht. Caspar David Friedrich

 

Zukunft aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten

Gemalt wurde mit Acrylfarben, Spachtelmasse und Glitzer auf Leinwänden von 20 x 30 cm bis 100 x 160 cm. Der Fantasie wurden keine Grenzen gesetzt. Farbexperimente, Landschaften, Stadtansichten, Sinnsprüche mit Verzierungen, galoppierende Pferde und auch Mickey Mouse waren die kreativen Ergebnisse der Teilnehmenden zur Aufgabenstellung Perspektivwechsel: Weg von alten Positionen hin zu neuen Perspektiven.

 

Durchgeführt wurde die Maßnahme im Auftrag von Neue Wege Kreis Bergstraße – Kommunales Jobcenter. Außerhalb der fünf Workshop-Einheiten, die jeweils vier bis sechs Stunden dauerten, konnten die Teilnehmenden im Trainingscenter zur Entspannung oder auch nach der psychologischen Beratung zum Pinsel greifen. Nach Abschluss dieses besonderen Mal-Workshops wurden alle Bilder bei einer internen Vernissage ausgestellt. Neben Teilnehmenden kamen auch die Fallmanager sowie die Leiterin des Jobcenters und der stellvertretende Landrat. Alle Gäste zeigten sich bei der Vernissage tief beeindruckt von dem, was die Künstler auf die Leinwand gezaubert haben. Besonders die Stärkung des Selbstwertgefühls jedes einzelnen Teilnehmers wurde von Jobcenter-Angestellten und stellvertretendem Landrat immer wieder positiv hervorgehoben. Damit wurde die Vernissage zu einem weiteren Erfolgserlebnis der Teilnehmenden.

 

Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele. Pablo Picasso

 

Mittlerweile haben viele Teilnehmende eine Arbeit aufgenommen oder erweitern ihre persönlichen Kenntnisse und Fertigkeiten in einer Weiterbildung. Allen gemeinsam ist der Mut, neue Wege zu gehen, und selbstbestimmt das eigene Leben zu gestalten. Dieser erfolgreiche Ausgang veranlasste das Jobcenter die Maßnahme um ein weiteres Jahr zu verlängern. So können noch mehr Viernheimer ihre Ängste überwinden und neuen Lebensmut fassen. Wir wünschen allen viel Erfolg dabei!

 

Anmerkung der Redaktion: Aus Datenschutzgründen dürfen wir keine Bilder von der Vernissage, den Teilnehmenden und den Kunstwerken veröffentlichen. Wir danken für Ihr Verständnis!

 

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Comments (3)

  • Markus Moos Reply

    Hallo Frau Distel,

    ein ganz tolles Projekt. Endlich mal ein Maßnahme wo man tiefer geht – also an die Ursachen, die zu manch schwieriger Erwerbsbiographie geführt haben. Ich bin überzeugt, dass Malen dem Selbstbewusstsein einen großen Schub geben kann. Und so steigen auch die Chancen auf die Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt. Ich würde mir mehr solche Projekte wünschen.
    Was mich interessieren würde: Wie läuft denn da die Zuweisung in das Projekt durch die Fallmanager ab? Sagt ein Fallmanager zum Arbeitssuchenden: “Lieber Herr XY Sie müssen jetzt zum Malen gehen?” Das wäre ja absurd. So ein Projekt macht nur bei Offenheit für das das Thema Kunst einen Sinn.
    HIer wird die ganze Absurdität der Zwangszuweisungen in Vermittlungsmaßnahmen deutlich, die dringend reformiert werden sollte

    Dennoch ein klasse Projekt.

    Viele Grüße aus Bayern,

    Markus Moos

    8. Februar 2020 at 8:43
    • Rainer Titz Reply

      Hallo Markus Moos,
      vielen Dank für Ihren Kommentar zu unserem Blogbeitrag.

      Bei diesem speziellen Jobcoaching waren alle Teilnehmenden hoch motiviert dabei und hatten Spaß daran neue Erfahrungen zu machen. Nur so kann man neue Erkenntnisse gewinnen und den Blickwinkel ändern. Normalerweise werden solche Eingliederungsmaßnahmen in enger Absprache mit dem Teilnehmenden ausgesucht.

      Beste Grüße
      Ihre GFN AG

      11. Februar 2020 at 10:02
      • Markus Moos Reply

        Ja ich kann mir vorstellen, dass dieses Projekt den Teilnehmenden viel Spaß gemacht hat.

        22. Februar 2020 at 9:54

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